Scheidung in Norwegen

Der in Deutschland lebende Antragsteller begehrte Verfahrenskostenhilfe für die Scheidung von der in Norwegen lebenden Antragsgegnerin, nachdem er Norwegen verlassen hatte. Diese legte dem Amtsgericht die gemeinsam beantragte und erlangte Separationsbewilligung, sowie eine später ergangene Verfügung des norwegischen „Fylkesmannen i More og Romsdal“ über die Scheidung der Ehe in norwegischer Sprache vor. Der Antragsteller behauptete, er habe von der Scheidung nichts gewusst. Das Amtsgericht verwies ihn auf das Verfahren nach § 107 FamFG und hielt den Antrag für mutwillig, weil eine Anerkennung der in Norwegen ausgesprochenen Scheidung in diesem Verfahren nicht abgelehnt worden sei. Die hiergegen gerichtete Beschwerde wies das Kammergericht zurück. Weil der Antragsteller keine Gründe vorgetragen habe, welche der Anerkennung der norwegischen Scheidung entgegenstehen könnten, hielt es den Antrag für mutwillig. Sein verbliebenes Begehren, für das Verfahrenskostenhilfeverfahren selbst Verfahrenskostenhilfe bewilligt zu bekommen, kam nicht in Betracht. AG Tempelhof Kreuzberg - 158 F 169/13 - Beschluss vom 25.03.2013; KG Berlin - 3 WF 83/13 - Beschluss vom 26.06.2013

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